21.Februar 2017

Milch: Der nächste Aufschwung steht vor der Tür

Der Milchpreis ist wieder auf dem Weg der Erholung nach fast dreijähriger Durststrecke,...

Der Milchpreis ist wieder auf dem Weg der Erholung nach fast dreijähriger Durststrecke, das war der Tenor beim Milchforum des Fachverbandes Landtechnik des VDAM (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) in Kassel.

„Die gute Botschaft lautet: Der Milchpreis wird im Laufe dieses Jahres auf Vorkrisenniveau steigen und sich bei 35 bis 40 Cent/kg einpendeln. Magermilch und Butter sind die ersten Frühindikatoren“, sagte Dr. Torsten Hemme, Direktor des Kieler IFCN Dairy Research Center. Die „Wachstumsstory der Milchbranche“ werde sich fortsetzen. Man müsse allerdings lernen, dass sich die Märkte zyklisch verhalten. „Der nächste Preiszyklus mit Hochphase wird im Übergang zum kommenden Jahr starten“, prognostizierte der Milchmarktexperte auf dem Milchforum.

Europa wird größter Milchproduzent der Welt

Doch das ist noch längst nicht alles. Innerhalb der nächsten zehn Jahre erwartet Hemme ein starkes Wachstum der globalen Milchproduktion um 200 Mio. t. „Das entspräche dem Zweieinhalbfachen der aktuellen US-amerikanischen Jahresproduktion. Europa dürfte davon am meisten profitieren und in den kommenden Jahren zum größten Milchproduzenten der Welt werden“, sagte Hemme.

Digitalisierung als Effizienzverstärker

Die globale Entwicklung kommt, so die Expertenrunde, in erster Linie innovativen Betrieben zugute. Denn moderne Agrartechnik erhöht die Prozesseffizienz auf dem Acker und im Stall ganz erheblich. Digitale Vernetzungslösungen, die den Fokus auf jedes einzelne Tier legen, wirkten „buchstäblich als Effizienzverstärker“. Damit lasse sich das Ertragspotential und die Aktionsfähigkeit eines Milchviehbetriebs überaus günstig beeinflussen.

Vernünftiges Risikomanagement unverzichtbar

Diese für die heimische Landwirtschaft ausgesprochen erfreulichen Aussichten sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Volatilität der Milchmärkte weiter an Brisanz gewinnt. Um auch in Zukunft sicher navigieren zu können, müsse „unser Frühwarnsystem aktiviert bleiben“. Die Erlösentwicklung der Betriebe, deren Stimmungslage, aber auch der Fortgang des Strukturwandels und der Zugang zu Finanzmitteln seien unter den Bedingungen schwankender Milchmärkte entscheidende Indikatoren. agt

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